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Nachwachsende Rohstoffe
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Naturkautschuk

Der Kautschukbaum stammt aus Südamerika und kann in die Familie der Wolfsmilchgewächse einsortiert werden. Andere Bezeichnungen können Parakautschukbaum oder Gummibaum sein. In Fachkreisen ist die Pflanze auch als Hevea brasiliensis oder Ficus elastica bekannt.

Seine Wuchshöhe liegt bei 20 bis 40 Meter und kann einen Stammdurchmesser von ca. 35 Zentimeter erreichen. Sein Holz ist gelblich und riecht unangenehm. Seine Rinde liegt im hellgrauen Bereich. Im Stamm verlaufen die sog. Milchsaftgefäße bzw. Milchröhren, durch die der für die Gummigewinnung benötigte Milchsaft fließt. Der Saft besteht zu 60 bis 70 Prozent aus Wasser und nur zu 30 bis 40 Prozent aus Kautschuk. Ein Bruchteil (etwa 0,5 bis 2 Prozent) sind Eiweiße, Harze, Zucker und Wachse.
Sein Milchsaft gilt als wichtiger nachwachsender Rohstoff und wird als Naturkautschuk (Kautschuk) oder Naturlatex (Latex) bezeichnet. Er dient als Grundlage für die Herstellung von Gummi. Durch diese Verwendung ist der Bedarf an diesen Pflanzen natürlich sehr hoch.

Zwar wird ein Grossteil petrochemisch, also durch Synthesekautschuk abgedeckt. So wurde zum Beispiel im Jahr 2009 ein Bedarf von etwa 24 Mio. Tonnen Kautschuk ermittelt. Dieser wurde durch Synthesekautschuk in Höhe von etwa 14 Mio. Tonnen abgedeckt. Der Rest ist Naturkautschuk, der in Form von Kautschukbäumen auf Plantagen überwiegend in Thailand, Indonesien und Malaysia angebaut wird. Diese Gegenden sind auch als "Kautschukgürtel" bekannt.
Ursprünglich begrenzte sich der Anbau auf die Gegend rund um das Amazonasbecken. Als im 15. Jahrhundert die Portugiesen Amerika entdeckten, entdeckten sie auch die Verwendung des Naturkautschuks. Sie stellten mit Hilfe der dickflüssigen Milch durch Beschichtung wasserdichte Kleidung her.

Im Jahre 1839 wurde das erste Mal professionell Gummi hergestellt. Ab diesem Zeitpunkt war der Kautschukboom nicht mehr zu stoppen.
Die Gewinnung des Milchsaftes kann nach fünf bis sechs Jahren erfolgen. Dafür muss ein Zapfschnitt erfolgen. Hierbei wird darauf geachtet den Baum, wenn überhaupt, nur bis zur Hälfte anzuritzen, damit die lebenserhaltende Versorgung für Wasser und Nährstoffe nicht gefährdet ist. Der dabei austretende Milchsaft wird in Eimern aufgefangen.

Nach etwa 25 Jahren ist der Baum "abgeerntet" und kann nicht mehr zur Kautschukgewinnung genutzt werden. Diese Pflanze wird i. d. R. gefällt und durch eine neue ersetzt.
Das dabei gewonnene Holz wird immer mehr für die Möbelherstellung eingesetzt, zumeist im Innenausbau. Das Holz ist ziemlich unempfindlich und deutlich härter als die bei uns bekannten Holzarten. Außerdem ist es unempfindlich bei Feuchtigkeitsschwankungen. Verwendung findet es auch im Spielzeug- und Instrumentenbau.